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Die 7 Sicherheiten, Stufe 2

Die zweite Stufe in der Evolutionspädagogik ist die Erlebnissicherheit.

"Schüchtern sein, heisst sich schützen können".

 

Stellen Sie sich ein Baby vor, das sich mit den Ärmchen nach vorne zieht, um seine Umgebung zu entdecken. Es ist neugierig. Ist etwas aber unheimlich, dann stösst sich das Baby zurück. Diese Phase des Entdeckens und sich selber schützen gehört in diese Stufe.

Blockaden hier sind erkennbar, wenn Kinder sich hinter Erwachsene verstecken und zuerst ihre Umgebung abchecken, um an Sicherheit zu gewinnen. Das ist ein Schutz. Wie kann man da gut reagieren? Am besten benennt man diese Situation dem Kind. Das heisst, man lässt das Kind sich hinter Mami oder Papi verstecken und sagt zu ihm: Na, das ist für dich eine neue Situation. Wenn du dir hinter meinem Rücken alles angeschaut hast und du dich sicherer fühlst, freue ich mich, wenn du dann nach vorne kommst. Es passiert nichts, ich bin ja da.

Eine andere Blockade erkennt man, wenn Kinder keine Gefahr kennen. Mit dem Velo in höchster Geschwindigkeit losfahren und in letzter Minute bremsen. Oder sie irgendwo hochklettern, das gefährlich sein könnte. Diese Kinder finden nicht in den Rückzug. Sie werden so quasi von purer Neugier getrieben.

Bei Erwachsenen ist eine Blockade ersichtlich, wenn sie den Adrealin-Kick suchen. Auch hier Geschwindikeit und Risiko. Oder Erwachsene, die sich nicht viel zutrauen, sich aus der Verantwortung nehmen. Sie beobachten Situationen statt zu handeln.

Mit Evo-Übungen, die den Rückzug und die Neugier ins Gleichgewicht bringen, wird die Erlebnissicherheit so wieder gefestigt und die Blockade aufgelöst.