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Wahrnehmungsprobleme - was tun

Frau Walser* kommt mit ihrem Sohn Max* in die Evopäd-Praxis. Der Schulpsychologe hat ein Wahrnehmungsproblem bei ihrem Sohn festgestellt. Das sei einfach so, da könne man nichts machen. Sie beschreibt Max als sehr interessiert, könne sich aber nicht lange konzentrieren und Hausaufgaben machen sei eine Tortur, da er immer wieder abschweife und langsam sei. Gelerntes könne er dann aber an Prüfungen nicht gut abrufen, obwohl er es zu Hause eigentlich gekonnt hätte.

Die Evopäd®-Testergebnisse zeigen, dass Max ein Mischformer ist. Das heisst, sehr intelligent, aber sehr stressanfällig, da solche Kinder sich in einer stetigen Reizüberflutung befinden. Alles was sie beobachten und erfahren hat die gleiche Priorität. Max entdeckt während der Beratung auf einem farbigen Teppich ein winzig kleines Legoteilchen und sagt, das hätte jemand vergessen zu versorgen. Also ein Wahrnehmungsproblem hat dieser Junge sicher nicht.

Das Problem bei Max ist einerseits die Reizüberflutung und sein Ehrgeiz, alles richtig und genau zu machen. Das heisst die eine Gehirnhälfte saugt so quasi alle Infos förmlich auf und die andere Gehirnhälfte versucht verzeifelt alles in eine Struktur und Ordnung zu bringen. Die Verbindung zwischen beiden Gehrinhälften funktioniert aber nicht.

Erkennbar war das z.B. Max möchte gerne Bälle auf die Zielscheibe schiessen. Er trifft die Zielscheibe aber kaum. Ich zeige ihm einen Trick. Der funktioniert ansatzweise, aber er kann ihn nicht immer anwenden. Er stellt sich so vor die Zielscheibe, dass eigentlich nur ein Auge die Zielscheibe sieht. So ist ja klar, dass er sie nicht trifft. Als Unterstützung soll er einer liegenen Acht ein paar Mal nachfahren. Interessant war dabei, dass während dieser Übung sich auch die Schreibhaltung zu verändern begann. Plötzlich steht er auf, läuft zur Zielscheibe und wirft nun die Bälle direkt darauf zu und trifft alle fast in die Mitte.

Wir alle waren total verblüfft. Er hat es geschafft, dass nun die Verbindung der beiden Gehirnhälften fliessen kann.

Bei Max ist es wichtig, wenn er Hausaufgaben macht, dass er immer wieder mal eine Pause einlegen darf. In diesem Pausen kann er eine kleine Übung machen, die ihm hilft, Gelerntes besser verarbeiten zu können. Er hat ein grosses Wissen, das er nun auch gezielt abrufen kann.

Mit Evopäd® lernt man zu verstehen, wie sein Kind denkt und kann es darum verständnisvoll unterstützen und im Lernen stärken.

 

*Die Namen wurden aus Datenschutzgründen geändert.