Mio*, 11 Jahre alt:      braucht dauernd Bewegung

 

Thema:        Mio erzählt, es falle ihm unglaublich schwer stillzusitzen. Seine Beine, seine

Finger bewegen sich ständig. Die Schule sei langweilig. Einzig Sport mache ihm Spass und Werken. Hausaufgaben gehen schnell, wenn es ihn interessiert. Aber hat er kein Interesse, dann schiebt er es weg, bis zum letzten Augenblick. Seine Noten sind eigentlich gut, nur durch seinen Bewegungsdrang, muss er nun in der Schule alleine an einem Pult sitzen. Das macht ihn traurig.

 

Blockade:    Mio kam zwar normal auf die Welt, hatte aber kurz danach mit dem Atmen

Probleme. Seine Beine sind nicht gleich lang und so muss er sich eigentlich ständig in Balance bringen und dazu braucht es Bewegung. Er ist unglaublich interessiert an seinen Mitschülern und kümmert sich zuerst um sie, bevor er an sich denkt. Er hat keine Distanz und steckt seine eigenen Bedürfnisse in den Hintergrund. Dadurch hat er auch keinen Plan, wie er seine Ziele erreichen kann, da er sich im Kreis dreht.

Mio ist sich bewusst, dass er Bewegung braucht, kann es aber nicht selber steuern. Zudem ist er ein Mischformer. Das heisst, sein Gehirn ist ständig im Arbeitsmodus. Durch die Bewegung schafft er sich Pausen, um verarbeiten zu können.

 

Lösung:       Bei Mio muss zuerst die Ursicherheit gefestigt werden. Die innere Ruhe fehlt

ihm. Auch seine Körpersicherheit ist im Ungleichgewicht, da er ja immer am Loslegen ist und nicht Innehalten kann. Eine weitere Übung ist, dass er eine Strategie entwickeln kann, Festgefahrenes zu ändern.

 

Ergebnis:     Schon während der Beratung wird Mio ruhiger. Er macht Übungen, die sehr

viel Konzentration und Ruhe erfordern, die ihm ohne Schwierigkeiten gelingen.

Am Schluss soll er noch Schleifen zeichnen und die liegende Acht. Diese haben sich merklich verändert.