Sabine*, 8 Jahre alt:     ist sehr scheu

 

Thema:        Sabine kommt in die Praxis, weil die Lehrerin findet, sie müsse zu einer

Psychologin, weil sie sehr verschlossen wirke. Die Mutter sagte der Lehrerin, ihre Tochter hätte Angst vor der Lehrerin, weil sie scheinbar oft sehr laut sei. Die Lehrerin meinte darauf, bei 20 Kindern müsse sie laut sein, wobei sie ja ihre Tochter nie damit meine.

 

Blockade:    Tatsächlich kommt heraus, dass die Lehrerin bei Sabine Stress auslöst. Sie hat

Angst, etwas falsch zu machen. Die Erlebnissicherheit ist blockiert. Sabine befindet sich also im Rückzug und kann ihre Neugier nicht mehr leben.

Auch die Gruppensicherheit zeigt eine Blockade auf. Sabine versteckt sich so quasi in der Gruppe, damit man sie nicht sehen kann. Ihr fehlt die Übersicht von dem was geschieht. Und weil sich alles immer wiederholt, hat sie keine Strategie, das zu durchbrechen.

 

Lösung:        Sabine macht zu Hause das Versteckspiel. Sie versteckt sich und wenn die

Mutter ein Geräusch macht, kommt sie hervor und errät was es ist. So wird die Neugier von Sabine gestärkt. Um Sabine die Übersicht wieder zu geben, wird auch spielerisch mit einer Übung die Balance hergestellt. Ein Blatt, dem sie eine Woche lang nachfährt, hilft ihr, eine Strategie zu entwicklen, wie sie mit der Situation umgehen kann.

 

Ergebnis:     Die Mutter erzählt, dass sich das Schleifenbild schon sehr verändert habe. Die

Schleifen seinen nun viel lockerer gezeichnet und die verkrampfte Haltung lockere sich auch. Sie lasse ihre Tochter nun vermehrt wieder mit ihren Freundinnen spielen und schaue auch, dass sie zusammen Hausaufgaben machen könnten, um ihre Tochter zu stärken.

Zur Psychologin werde sie ihre Tochter nicht schicken, da ja eigentlich nicht die Tochter das Problem ist.